Beratung

Einführung eines Deliverable-basierten Engineering-Setups

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Im Rahmen eines großen Projektes zur Optimierung des Projektmanagements bei einem Hersteller von Wasserkraftwerken sollten Planungsstrukturen über alle Funktionen vereinheitlicht werden, um einheitliche Arbeitspakete zu definieren und zu optimieren. Dazu sollte das Engineering in einen Deliverable-orientierten Prozess überführt werden, der mit diesen Planungsstrukturen konform sein sollte.

Als erstes wurde die vorhandene Prozesslandschaft analysiert. Schnell wurde dabei klar, dass in den vorhandenen Prozessen kaum definierte Übergabe- und Endzeitpunkte der verschiedenen Prozessschritte existierten. Stattdessen wurde parallel gearbeitet und viel Energie darauf verwendet, technische Änderungen durch die Prozesskette zu verfolgen. Also wurde identifiziert, welche Arbeitsergebnisse existieren (englisch deliverables, also technische Zeichnungen, Parameter, Spezifikationen, Materialien, …) und wie deren Abhängigkeiten aussähen.

Dabei wurde offensichtlich, dass teilweise zirkuläre Abhängigkeiten vorlagen, dass also Arbeitsergebnis B als Vorläufer Arbeitsergebnis A benötigte, und Arbeitsergebnis A nicht ohne die Fertigstellung von Arbeitsergebnis B abgeschlossen werden konnte. Zur Lösung dieser Abhängigkeiten wurden die entsprechenden Arbeitsergebnisse nach dem Konzept des Basic Engineering und Detail Engineering unterteilt. Anschließend wurden die Arbeitsergebnisse in sinnvolle Prozessschritte gruppiert, die dann im Terminplan abgebildet und durch Standarddauern ergänzt wurden.

Der so entstandene Standard-Engineering-Terminplan erforderte außerdem die Einführung eines Engineering-Managements einschließlich der nötigen organisatorischen Veränderungen. Gleichzeitig betreute ich die Entwicklung eines IT-Werkzeuges, die den Fortschritt der Arbeitsergebnisse nachverfolgen und mit dem Terminplan verknüpfen sollte. Das IT-Werkzeug ermöglichte außerdem das initiale Projekt-Setup, bei dem aus der reinen Komponentenliste automatisch alle nötigen Arbeitsergebnisse und der zugehörige Terminplan erzeugt wird. Der so entstandene Prototyp wurde anschließend erfolgreich operativ eingesetzt.

All dies geschah unter Berücksichtigung der Anforderungen des Gesamtprojektes an durchgehende Planungsstrukturen, und unter Berücksichtigung der Eigenheiten verschiedener internationaler Standorte.